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Rossi & Co. - Jeder braucht seine Helden
 

Marco Simoncelli stirbt in Sepang nach einem Rennunfall.

Hier Bilder vom Sachsenring 2010 bei einer Autogrammstunde in der Boxengasse.

 

 

 

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Rossi-Crashkurs

Steile Karriere
Viele lieben ihn - manche fürchten ihn. Für Fans wie Experten ist er das Maß aller Dinge, der König der MotoGP, der Gott der Motorradwelt. Seinen Gegnern hingegen dürfte er Albträume bereiten, denn er hat über ein Dutzend Rekorde gebrochen, sämtliche Grenzen überschritten und somit auch den Motorradsport voran gebracht.
Bereits 2002, im Alter von 23 Jahren, hat er erreicht, was keiner vor ihm geschafft hat: Weltmeister aller Klassen - 125ccm, 250ccm, 500ccm und MotoGP. 8 Weltmeistertitel darf Rossi bisher sein eigen nennen, davon 6 in der Königsklasse! 2009 geht er nach Agostini als zweiter Motorradfahrer in die Geschichte ein, der 100 Siege voll machte.

1996: 9. WM-Platz 125er (Seinen ersten Sieg hat er nach nur knapp 5 Monaten in der WM!)
1997: WELTMEISTER 125er
1998: Vize-Weltmeister 250er
1999: WELTMEISTER 250er
2000: Vize-Weltmeister 500er
2001: WELTMEISTER 500er
2002: WELTMEISTER MotoGP
2003: WELTMEISTER MotoGP
2004: WELTMEISTER MotoGP
2005: WELTMEISTER MotoGP
2006: Vize-Weltmeister MotoGP
2007: 3. Platz MotoGP
2008: WELTMEISTER MotoGP
2009: Weltmeister MotoGP

2010: ???

Und sein Erfolg zeigt sich auch außerhalb des Motorradsports: 2005 verlieh ihm die Universität von Urbino in Italien die Ehrendoktorwürde für Kommunikationswissenschaft.

Jeder fängt mal klein an
Und dabei war das Motorrad gar nicht die erste Wahl in seiner jungen Karriere. Zuerst war das Go-Kart an der Reihe. Doch nachdem er mit 3 Jahren das erste Minibike vom Vater, der nach einem schweren Unfall das Motorradfahren aufgab und auf Autorennen umstieg, geschenkt bekam, gab es kein Halten mehr.
Mit 10 Jahren begann er dann das Minibikefahren auf der nahe gelegenen Rennstrecke. Nun lief beides parallel: Kart und Motorrad. Trotz seiner größeren Leidenschaft für das Motorrad als für das Kart, waren seine Eltern jedoch nicht begeistert von der Idee, ihren kleinen Jungen auf so einer Maschine Rennen fahren zu lassen. Schließlich war ein Kart viel sicherer.
Dass Rossi dann doch zum Motorrad kam, war wohl ein Wink des Schicksals. Wäre er beim Kert geblieben, hätte er aufgrund seines Alters eine Stufe aufsteigen müssen - und damit ein neues Kart kaufen, was seine Eltern sich aber nicht leisten konnten. Auf Drängen des Sohnes und der Finanzen wurde sich also doch zum Motorrad durchgerungen.
Dass das keine Fehlentscheidung war, beweisen allein die zahlreichen Erfolge. Auch wenn seine Lehrerin anderer Meinung war, wie Rossi in seiner Autobiographie berichtet. Denn diese stellte ihm die Frage, ob er denn wirklich glaube, dass er mit seinen albernen Motorrädern auf denen er im Kreis fahre, eines Tages seinen Lebensunterhalt verdienen werde.
Nun, hoffentlich liest diese Frau heute ab und zu Zeitung...

Immer für einen Spaß zu haben
Das dürfte wohl einer der Hauptgründe für Rossis riesige Fangemeinde sein: Er ist auf dem Boden geblieben und für jeden Spaß zu haben. Besonders nach den Rennsiegen wartet man als Fan gespannt auf das, was sich Il Dottore ausgedacht hat.
Bereits 1997 kostümierte er sich am Ende der Saison als Robin Hood, weil er alle Gegner "abgeschossen" hatte. 2001 setzte Mick Doohan - einer der wohl größten Motorradfahrer aller Zeiten - Rossi symbolisch die Krone auf.
2002 zum Sieg der WM ließ er sich von 2 als Polizisten kostümierten Fanclubmitgliedern einen Strafzettel für zu schnelles Fahren verpassen.
Auch meißelte er als Knastvogel an riesigen Steinen umher, was die schlimme Situation mit Honda verdeutlichen sollte.
Nachdem er 2004 eine Strafe von der Rennleitung bekommen hatte, weil sein Team Rossis Startplatz in Qatar mit etwas Gummiabrieb vom Roller aufbesserte und Gibernau ihn verpetzte, kehrte Rossi nach seinem Sieg in Malaysia die Strecke.
Auch mit Badehose stand Rossi schon auf dem Podium. Als Buttler im Smoking schenkte er seinem Team Siegeschampagner ein und ließ sich einen WM-Titel auch direkt an der Strecke vom Notar beglaubigen. Einen Titel feierte er mit Schneewittchen und den 7 Zwergen: Na, der wievielte Titel war das wohl? Nach einem 250er-Rennen hatte er es besonders eilig, stellte in der Ehrenrunde das Motorrad am Streckenrand an und verschwand schnellen Schritts im Dixi-Klo für die Streckenposten.

Diesen Spaß erlaubte er sich auch dieses Jahr im dritten Rennen der Saison in Jerez - genau noch einmal 10 Jahre später. Aber es gab noch mehr zu feiern in dieser Saison. Seinen 100. Sieg der Karriere fuhr er in Assen ein, was er mit einem 25m-langem Plakat, auf dem jeder Sieg mit zugehörigen Bild verzeichnet war, bekräftigte.

Der 9. WM-Titel schließlich war Rossi's selbst erdachten Sponsor Oswaldo und dessen Hähnchenfarm gewidmet. Ein Huhn mit Fliegerkappe und Sieger-T-Shirt legte das 9. Ei ins WM-Nest.

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